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Der Garten-Booster:

Richtig düngen!

Vitale und wuchskräftige Pflanzen kommen nicht ohne Zuführung regelmäßiger Düngergaben aus. Dabei ist es wichtig, eine rechtzeitige, in der Folge langanhaltende Düngerwirkung mit durchgreifender Wirkung zu erreichen. Dies vermögen insbesondere organische Langzeitdünger, welche – im Vergleich zu mineralischen Düngern - eine Vielzahl positiver Effekte bewirken.

Organische Langzeitdünger, landläufig auch als Naturdünger bezeichnet, bieten mit ihren natürlichen Mineralien und Spurenelementen - neben der unmittelbaren Düngewirkung für Pflanzen - für die Bodenfauna (Bodenlebewelt) wie z. B. Regenwürmern, Milben und Springschwänzen die ideale Futterbasis, um sich zu nähren, gesund zu erhalten und sich selbst in die Lage versetzen, organische Substanz in Nähstoffe umzuwandeln. Hiermit werden die Voraussetzungen nochmals verbessert, große Populationen aufzubauen, welche organische Substanz in Nährstoffe umwandeln und damit die Verfügbarkeit von Nährstoffen pflanzlichen und tierischem als Nährstoffbasis für Pflanzen wellenartig ausbauen.

Das Leittier dieser Bodenlebewelt ist der Regenwurm. In vitalen, naturbelassenen Böden ohne den Einsatz von chemische Düngern, Pestiziden und Fungiziden wurden 450 -600 Regenwürmern pro qm nachgewiesen, ein tierischer Besatz, der auch in Gartenanlagen die Voraussetzungen entstehen lässt, als wahrer Booster zu wirken, welcher dauerhafte positive Wirkungsmechanismen in Gang setzt   

Die positiven Effekte der Regenwürmer

Durch ihre Fraßsuche im Boden schaffen Regenwürmer flächige und tiefreichende Tunnelsysteme, die sie mit organischer Masse und eigenen Ausscheidungen in Krümelstruktur anreichern. Jeder Regenwurm produziert pro Jahr Bodenkrümel und Röhrengangauskleidungen mit dem 200-fachen seines Eigengewichtes.

Die Aufbereitung des Bodens, seine Lockerung und die Schaffung von Porenvolumen durch die Tätigkeit von Regenwürmern haben eine Reihe von positiven Folgewirkungen:

Schwere, verdichtete, lehmige Böden werden aufgebrochen, der Boden erhält eine poröse Krümelstruktur mit hoher Stabilität. Der Regenwurm mischt organisches Material mit natürlichen Mineralien und Spurenelementen und bringt dieses Gemisch auch in die oberen, sich zunehmend humoser entwickelnden Erdschichten ein. Mit der biotischen Aktivität und den dadurch entstandenen Bodenlockerung  dringt mehr Luft  und Wärme in den Boden und verbessert den Sauerstoff-/ Gasaustausch. Dies stärkt die Pflanzen und macht sie weniger anfällig für Krankheiten. Niederschlagswasser kann schnell und in größerem Umfang in tiefere Schichten des Bodens und bis ins Grundwasser geleitet werden. Böden nehmen  insgesamt mehr Wasser auf und trocknen bei länger anhaltenden Trockenphasen vergleichsweise langsamer aus. Röhrengänge in einer verbesserten Bodenstruktur enthalten bis zu 10x mehr Pflanzennährstoffe als ein der Durchschnittsboden. Mit den verzweigten Röhrensystemen entstehen Wurzelkanäle, in die Wurzeln hineinwachsen und in der Lage versetzt werden, neben dem insgesamt besser verfügbaren Bodenwasser auch deutlich mehr Pflanzennährstoffe für ein verstärktes Pflanzenwachstum aufzunehmen.

Die Entstehung einer günstigen Wachstumssituation

 

Organische Dünger lösen nicht nur den Impuls für eine verstärkte Aktivität der Bodenfauna, eine dadurch verbesserte Balance des Bodengefüges und die Aufhebung von Nährstoffblockaden aus. Mit der Düngergabe können eine Reihe direkter Wirkungseffekte erzielt werden. Die Anwendung ist einfach, unproblematisch und unabhängig von der Wetterlage anwendbar. Verbrennungen an Pflanzen auch bei Übermengen sind ausgeschlossen. In Verbindung mit der organischen Belebung des Bodens bildet sich sehr schnell ein optimaler pH-Wert des Bodens heraus. Eine fortlaufende Humusbildung durch eiweißgebundene Rohstoffe sorgt für eine vollwertige und bedarfsgerechte Ernährung. Sie macht sich sowohl als Sofort- als auch Langzeitwirkung bemerkbar und kräftige, gegen Krankheiten und Schaderreger widerstandsfähige Pflanzen hervorbringt.

Ein langfristig angelegter Düngeplan, schon früh beginnend vor Beginn der Vegetationszeit und abgestimmt auf Wachstumszyklen und ausgerichtet an die Bedürfnisse von Bäumen, Sträuchern, Heckenpflanzen, Beet- und Rasenanlagen werden zu Ergebnissen führen, die alle Anwender überraschen.